Claudius von Turin – Über das Papsttum

Er sagt, nicht derjenige sei ein Apostolischer Herr zu nennen, welcher bloß auf dem Apostolischen Stuhle sitze, sondern nur der, welcher auch die Pflichten eines Apostels Christi gewissenhaft erfülle; von dem Ersteren gelte das Wort des Herrn (Matth. 23, 2): Auf dem Stuhle Mosis sitzen die Schriftgelehrten und Pharisäer. Da, wo er vom Wallfahrten spricht, erklärt er geradezu: „Wir wissen, dass dieser Missbrauch seinen Ursprung hat in den unverstandenen Worten des Erlösers, da er zu Petrus sprach (Matth. 16, 18): Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen, und dir übergebe ich die Schlüssel des Himmelreichs. Darum wollen die Törichten, unbekümmert um alle geistige tiefere Einsicht, nach Rom reisen!“

„Meinen Nachbarn, bin ich ein Ärgernis geworden und meinen Bekannten ein Schrecken, so sehr, dass, wer mich sieht, mich nicht allein verhöhnt, sondern Alle mit Fingern auf mich zeigen. Der Vater des Erbarmens und des Trostes aber hat mich gestärkt in meiner Not, und durch ihn werde ich fortbestehen in aller Anfechtung, angetan mit den Waffen der Gerechtigkeit und geschützt durch den Helm des Heiles.“

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