Lars Olsen Skrefsrud – Das Leben

Das Leben des Menschen gleicht oft stillstehendem Wasser – das überzieht sich leicht mit Schlamm und Algen. Je frischer und lebensvoller aber ein Fluß durch solch ein Wasser hindurcheilt, je reiner bleibt es. Und die aus der Erde brechenden Quellen sind auch nur deshalb rein, weil in ihnen Leben ist. – Geradeso ist es mit dem Menschenleben, das seinen Ursprung in den Quellen des ewigen Lebens, in Gott, hat. Soll es rein bleiben, so braucht es ununterbrochen diesen göttlichen lebendigen Zufluß, sonst stockt auch das Christenleben.

Heinrich Pestalozzi – Die Liebe Gottes

Der Gott der Liebe hat die Liebe an die Ordnung der Erde gebunden, und was für das, was er in der Welt sein soll, nicht in der Ordnung ist, er ist auch für die Liebe Gottes und des Nächsten in der Welt nicht in Ordnung. Wer immer nicht ist, was er sein soll, nicht kann, was seine Pflicht ist, und zu dem nicht taugt, was ihm obliegt, dem mangelt die erste Kraft der reinen Liebe Gottes und des Nächsten.

Curt von Knobelsdorff – Dienstvorschrift

Jeder Soldat hat seine Dienstvorschrift, vom höchsten Offizier bis zum jüngsten Rekruten. Unsere Dienstvorschrift ist die Bibel. Hiernach haben wir uns zu richten. Wenn wir uns Christen nennen, so sind wir auch verpflichtet, Christi Befehle auszuführen. Wenn wir Gott unsern Vater nennen, sind wir ihm Gehorsam schuldig. Wir müssen in dem Instruktionsbuch unserer Bibel gut Bescheid wissen und uns in allen Fällen danach richten.

Emil Frommel – Aus seinem letzten Willen

Ich gehe heim, einzig und allein auf die Gnade Gottes und das teure Verdienst meines Heilandes trauend, durch sein Blut von Sünden gewaschen, deren ich im Leben und im Amte durch Tun und Unterlassen so viele begangen habe. Ich weiß nichts vor Gott, meinen Herrn, zu bringen, was vor ihm gelten könnte, als nur ein zerbrochenes Herz. Ich will von keiner anderen Ehre, keinem Verdienst etwas wissen, und meine Ehre allein in dem suchen, was der Herr für mich getan.

Friedrich von Bodelschwingh – Die dienende Kirche

In der Schule des Meisters darf die Kirche immer wieder beides lernen: richtig sehen und gründlich helfen. Das sehende Auge und die helfende Hand werden regiert von einem Herzen, das alles trägt und alles glaubt und alles hofft. Denn in ihm brennt das Feuer heiliger Liebe. Das sind die Kräfte der Inneren Mission. Nichts anderes will sie sein als das sehende Auge und die helfende Hand der Gemeinde Christi.
So steht sie mit ihrem Werk mitten in der Welt. So wird sie eine bescheidene Wegbereiterin für das Gottesreich, auf das wir hoffen. Die dienende Kirche möchte gerne eine Kirche der stillen Leute sein. Die dienende Kirche möchte eine Kirche der kleinen Leute sein. Die dienende Kirche möchte gern eine Kirche der wahrhaften Leute sein. So möchte die dienende Kirche eine Kirche der tapferen Leute sein.