Gerson – Frieden

Wer wahren Frieden haben will, der muß in Zion wohnen, das heißt, er muß zu Gott fliehen; denn kein Andrer kann für uns streiten, als Er, der uns gemacht hat. Wir müssen täglich kämpfen, weil wir täglich angefochten werden. Wir müssen den Schild des Gebetes ergreifen, aus vollem Herzen seufzen, den Namen Jesu anrufen und aufblicken gen Himmel, daher alle gute Gabe kommt. Wir müssen sprechen: O lieber Herr Jesus, hilf mir doch! Herr, mein Gott, stehe mir bei! Was kann ich Unglücklicher ohne Dich vollbringen? Suchen wir also ernstlich seine Hülfe und seinen Rath, dann wird unser Herz gewißlich erfreut und erfrischt werden.

Hermann Bezzel – Christus: Der Friede

„Er ist unser Friede!“ — Ob nun die Pflanze schon alle Wurzeln in die Tiefe dieses seligen Friedens eingeschlagen hat, oder ob sie nur mit schwankendem Reis in diesen Frieden sich hineingewagt hat, wenn sie nur in ihm ist, so ist sie so geborgen, daß der Sturm nicht imstande ist, die Wurzel zu lösen, sondern sie nur um so tiefer in den Felsen treibt.

Wer die Herrlichkeit Jesu sieht, der gewahrt, daß alle Rätsel in ihm Frieden bedeuten und alles Weh sich durch ihn in Gnade wandelt und alle Schrecken aus ihm sich in Sieg verkehren. Je mehr ein Mensch sich ganz Jesus zu eigen gibt, desto mehr werden die Rätsel in seiner Lebensführung, in der Lebensführung der Seinen, der Welt ihm gelöst.