„Mein Sohn! Kränke dich nicht darüber, wenn einige Menschen schlecht von dir denken, und sagen, was du nicht gerne hörest. Du sollst noch viel schlimmer von dir selbst denken und niemand für schwächer halten, als dich selbst. Wenn du im Geiste wandelst, wirst du nicht viel achten auf flüchtige Worte. Es ist eine große Weisheit, in den Tagen der Lästerung zu schweigen, in das Inwendige zu Gott einkehren und sich durch das Richten und Urteilen der Menschen nicht beunruhigen zu lassen. Dein Friede steht nicht auf den Zungen der Menschen. Denn die Menschen mögen gut oder böse von dir urteilen, deswegen bist du doch kein anderer Mensch. Wo ist denn der wahre Friede, die wahre Ehre? Wo anders, als in Gott? Wer nicht angesteckt ist von der Sucht, den Menschen zu gefallen, noch von der Furcht, ihnen zu missfallen, der genießt die Fülle des Friedens. Denn die ungeordnete Liebe und die eitle Furcht ist die Quelle, aus welcher alle Unruhe des Herzens und alle Zerstreuung der Sinne entspringt.“