Man ist mit der oberflächlichsten Kenntnis von Christo zufrieden, und wenn man nur so halbweg etwas weiß, so denkt man gleich, man wisse schon zuviel, und müsse nur tun; da doch der Glaube, das Ihn im Glauben erfassen und das Hängen an Ihm mit Leib und Seele das Höchste ist, wovon alles Andere abhängt und hervorkommen muss, wie aus einer lebendigen Quelle. Ein gläubiges Herz, das sich einmal in Ihn hinein gesetzt hat, und in Ihm bleibt und lebt, und mit Ihm aufsteht und zu Bett geht, das Gutes tut, wie eine laufende Quelle, die nicht aufhört, da ein gutes Werk das andere hervortreibt. Es setzt ein Vergnügen darein, Gutes zu tun, und hat Kummer, wenn ihm die Gelegenheit abgeht; denn Gutes zu tun, ist eine Fürstenlust; aber ohne viel daran zu denken; es offenbart sich von selbst. Man wird Jesushaft: der Sinn, die Gedanken und Neigungen, die in Ihm sind, entstehen nach und nach in uns; wir lernen denken, wollen und handeln, wie Er.