Origenes – Rechtfertigung

Vielleicht möchte Jemand, der Dieses hörte, in guten Werken nachlässiger werden, wenn zur Rechtfertigung der Glaube allein genügt. Zu Diesem wollen wir sagen, weil er nach der Rechtfertigung, wenn er ungerecht gehandelt hat, ohne Zweifel die Gnade der Rechtfertigung verachtet hat: Nicht deswegen empfängt Jemand Vergebung der Sünden, dass er meinen soll, es sei ihm Erlaubnis, wiederum zu sündigen, gegeben; denn die Nachsicht ist nicht für die zukünftigen, sondern für die vergangenen Sünden. Daher, um zu unserm Vorwurfe zurückzukehren, wird der Mensch durch den Glauben gerechtfertigt, zu dessen rechtfertigender Kraft die Werke des Gesetzes Nichts beitragen. Wo aber der Glaube nicht ist, welcher den Gläubigen rechtfertigt, Da können die Werke des Gesetzes, welche nicht auf den Grund des Glaubens gebaut sind, nicht rechtfertigen; denn der Glaube ist das Siegel Derjenigen, welche von Gott gerechtfertigt werden.