Butzer, Martin – Über den Tod Zwinglis

„Ich achte zwar das Schauspiel eines bewaffneten Bischofs nicht für so unwürdig, wenn der Krieg auf einen Befehl Gottes begonnen worden und es bis zum Äußersten gekommen ist. Ich glaube aber, diesmal hat der Willen des Herrn gefehlt. Die Waffen sollen das Letzte sein, wozu Christen ihre Zuflucht nehmen.“

Zwingli, Huldrych – Nachfolge

„Des Christen Sache kann es nicht sein, über Glaubensartikel in hohen Worten zu reden, sondern mit Gott allezeit Schwieriges und Großes zu vollbringen. .. frommer Christ, lass dir keines Menschen Namen auflegen und leg ihn auch Niemand auf. Sprich nit zu deinem Nächsten: bist du auch luthrisch? sondern frag ihn, was er uff der Lehr Christi halte, ob er ein Christ sei, d. h. ein unablässlicher Wirker des Guten gegen Gott und den Menschen!“

Sturm von Sturmeck – Über Butzers Abschied von Straßburg

„Die Entfernung Butzers war der härteste Schlag für uns, wir können es nur mit dem tiefsten Schmerz beklagen, dass der Mann, welcher mit unter den Ersten war, die hier die wahre Religion und Lehre des Evangeliums begründet haben, der Haupturheber und Begründer unserer gelehrten Schule, so hat von uns scheiden müssen, und es ist uns, als ob Religion und Frömmigkeit mit ihm dahingegangen wären. In dieser Trauer gereicht es uns gewissermaßen noch zum Trost, dass der Rat, welcher ihn entlassen, nicht minder schmerzlich den Verlust empfindet, als wir selbst, und dass man jetzt, da er weg ist, ihn mehr vermisst, und die Liebe, die man zu ihm trug, sich größer offenbart, als sie während seiner persönlichen Anwesenheit zu sein schien. Auch tut es unsern Herzen wohl, dass er von so vielen Seiten begehrt und eingeladen worden, und wir trösten uns, ihn an einem Ort zu wissen, wo die Ernte für das Evangelium groß und ein solcher Arbeiter wie Butzer vor allen Dingen von Nöten ist.“

Martyr, Petrus – Über Martin Butzer

„Immer sah ich ihr beschäftigt, nicht allein in eigenen Angelegenheiten, sondern in gemeinnützigen, mit Predigen, mit dem Kirchendienst und der Seelsorge, mit Besuchung der Schulanstalten, mit Gängen auf die Kanzlei. Wenn ich Nachts vom Schlaf aufstand, fand ich ihn noch wachend, entweder beim Studieren oder sich auf seine Reden vorbereitend.“