Hus, Jan – Die Reform der Kirche

Hus, Jan – Die Reform der Kirche

Die Würde des Kriegsdienstes Christi, die Wichtigkeit des Kampfes um den glorreichen Nutzen des Sieges kann nur ein Priesterbund besitzen, der den Blick hinlenkt auf die große Verantwortlichkeit. Schweige ich, so wird mein Mund mich verdammen, denn, wehe mir, sagt Paulus, wenn ich das Evangelium nicht predige, rede ich aber, so fürchte ich in Wahrheit dasselbe Gericht, daß mich, der ich rede und nicht so handle, mein Mund verdamme.

Man soll Ernst machen mit dem Christentum, das sich im ganzen Leben zu betätigen habe; nicht soll Weltlichkeit der Charakter derer sein, die sich Geistliche nennen. Die Nachlässigkeit der Priester – Hochmut, Geiz, Augenlust, Fleischeslust – ist Schuld am Verderben des Volkes. In der Schrift steht: der Größte unter euch sei wie der Kleinste usw. Sagt doch, wie haltet ihr das?

Schirmherrn des Gesetzes Gottes zu sein, ist die spezifische Aufgabe der weltlichen Herren neben jener allgemeinen, die ihnen als Christenmenschen überhaupt zusteht.

Sittlich-religiös wiedergeboren soll das Volk sein.

Das ist die Art und Natur der Wahrheit, daß sie, je mehr sie mit Dunkel umzogen werden will, desto mehr ans Tageslicht bricht, und je mehr sie niedergedrückt wird, desto mehr sich erhebt.

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