Aurelius Augustinus – Selbsterkenntnis
Die Sünder gehen so ungern in sich, als die Männer zu ihren bösen Weibern nach Hause, weil sie beide zu Hause nichts als Ekel, Klage und Bitterkeit erwartet. Daher die Seltenheit der Selbsterkenntniß.
Gott allein die Ehre
Die Sünder gehen so ungern in sich, als die Männer zu ihren bösen Weibern nach Hause, weil sie beide zu Hause nichts als Ekel, Klage und Bitterkeit erwartet. Daher die Seltenheit der Selbsterkenntniß.
Heiligkeit ist Freyheit; denn jede Sünde ist Sklavendienst, und kommt aus Sklavensinn.
Die Worte laufen aus dem Munde, so unsre Thaten, so unsre Ehre, so unser Elend, so unsre Glückseligkeit, Alles vergeht. Aber laßt uns nicht bange seyn, das Wort des Herrn bleibt ewig.
Wie das Wachs dem Siegelring anhängt, um zu seinem Bilde zu werden, so muß der Mensch Gott anhangen, um wieder nach Gottes Bilde umgeprägt zu werden.
Ich kann dir Gott nicht zeigen, ich zeige dir, was Er gemacht hat, alles ist durch Ihn gemacht. Joh. 1.
Durch viele Gefahren muß man sich durchschlagen, daß man zu einer noch größern Gefahr hindurch dringt.
Unsere Gerechtigkeit mag noch so groß sein, um des guten Zweckes willen, den wir beabsichtigen, dessen ungeachtet besteht sie doch mehr in Unterlassung der Sünden, als in Vollbringung der Tugend; sogar gebrechlich ist unsere Gebrechlichkeit.
Was ist der Endzweck der heiligen Schrift? Dich, der du wie ein Vertriebner außer deinem Herzen umher irrest, in dein Herz zurück zu führen, damit du Hausgenosse und Vertrauter Gottes werdest, der in dir Herberge sucht.
Die Zeiten sind geändert, nicht der Glaube. Die Rechtfertigung also durch den Glauben an Jesum Christum ist den Gläubigen gegeben, wird ihnen gegeben und gegeben werden.
In ihm (Christo) athme ich, und, in ihn mein Vertrauen setzend, sehne ich mich, zu dir zu gelangen!